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Kinderbehandlung

Kinderbehandlung im Überblick

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Zahngesundheit der werdenden Mutter

Schon vor der Geburt Ihres Kindes beginnt dessen Zahngesundheit – mit der Gesundheit der werdenden Mutter. Durch die Hormonumstellung wird das Gewebe der Mundschleimhaut empfindlicher. Dadurch kann es leichter zu Zahnfleischentzündungen und Parodontopathien kommen, welche das Risiko einer Frühgeburt in Verbindung mit einem niedrigeren Geburtsgewicht herbeiführen können.

Bereits in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche beginnt die Entwicklung der Milchzähne. Zur Unterstützung dieser sollten Schwangere kalzium-, eisen- und phosphathaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung bestehend aus Getreideprodukten, Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukten, Fleisch, Wurst und Eier sowie Zucker und Salz in Maßen, fettarme Lebensmittel sowie ausreichend Flüssigkeit. Auf Süßes muss nicht unbedingt verzichtet werden. Allerdings sollten Sie dann auf eine extra sorgfältige Zahnpflege achten.
Während der Schwangerschaft sollte zweimal der Zahnarzt aufgesucht werden: Der erste Besuch dient der Vorsorgeuntersuchung mit eventueller Behandlung und sollte bis zum vierten Schwangerschaftsmonat erfolgen. Den zweiten Besuch sollten Sie bis zum achten Monat einplanen. Dieser dient der nochmaligen Kontrolle vor der herausfordernden ersten Zeit mit Ihrem Kind und um sich über die Zahngesundheit und -pflege Ihres Kindes beraten zu lassen.

Der erste Zahn

Zack, da ist er endlich! Der langersehnte erste Zahn ist durchgebrochen, meist um den sechsten Monat herum. Mit der Geburt des Kindes stehen schon alle 20 Milchzähne im Kiefer bereit. Durch das Wachsen der Wurzeln werden sie weiter nach oben geschoben. Zwischen dem sechsten und 36. Monat drängen dann die Milchzähne nach draußen. Das Zahnen kann für einige Kinder schmerzhaft sein. Mit dem Zahnen einhergehende fieberhafte Infekte oder Durchfall sind allerdings keine Folge des Zahnens und bedürfen einer Abklärung durch Ihren Kinderarzt.

  • vermehrter Speichelfluss
  • gesteigerte Durchblutung (rote Wangen)
  • Kind ist weinerlich und unruhig, schläft eventuell schlechter
  • Zahnfleisch kann anschwellen
  • Mundschleimhaut kann anschwellen und sich beim Durchbruch entzünden
  • gekühlter (nicht gefrorener) Beißring
  • gekühlte Karotten oder Gurken sowie Brotrinde, bedingt durch Verschluckungsgefahr nur unter Aufsicht geben
  • Massieren des Zahnfleisches mit dem Finger
  • zur Linderung von Entzündungen können Sie homöopathische Kügelchen, Zahnungsgele oder -tropfen verabreichen (erhältlich in der Apotheke)

Wann wächst welcher Zahn?

Gesunde Zähne von Anfang an

Gesunde Zähne sind eine Grundvoraussetzung für lebenslange Zahn- und Allgemeingesundheit. Voraussetzung für gesunde Zähne sind regelmäßige Kinderprophylaxe und Zahnpflege ab dem ersten Milchzahn. Schon vor dem Durchbruch des ersten Zahnes können Sie mit einem Waschlappen die Kauleisten Ihres Kindes abwischen oder Ihrem Kind einen Beißring zum darauf Herumkauen geben.

Für den ersten Zahn können Sie eine kleine Kinderzahnbürste oder aber eine Fingerzahnbürste verwenden. Die Fingerzahnbürste eignet sich besonders gut zur richtigen Dosierung des Druckes und massiert nebenbei das Zahnfleisch. Anfänglich putzen Sie die Zähne Ihres Kindes. Ab einem Alter von etwa zwei Jahren kann Ihr Kind das Zähneputzen erlernen. Allerdings sollten Sie die Zähne Ihres Kindes bis zum Alter von acht Jahren ordentlich nachputzen.
Kinder putzen am einfachsten nach der sogenannten KAI-Methode. Dabei werden zuerst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen geputzt. Es ist ratsam mit den Kauflächen zu beginnen, da zu Beginn einer Putzeinheit der Putzdruck noch am stärksten ist und somit verhindert werden soll, dass das Zahnfleisch verletzt wird.

Zähneputzen nach der KAI-Methode

Der erste Schulzahn

Im Vorschulalter ist Ihr Kind sicherlich schon stolzer Besitzer einer ersten Zahnlücke. Die ersten bleibenden Zähne kommen. Diese benötigen eine Extraportion Aufmerksamkeit, da alle bleibenden Zähne nach dem Durchbruch eine „Außenhaut“ haben, welche noch nicht völlig ausgehärtet ist. Dadurch sind sie anfälliger für Zucker, Säuren und Bakterien, welche einen regelrechten Lochfraß anrichten und das darunter liegende Zahnhartgewebe zerstören können. Deshalb ist bei der Wahl der Lebensmittel auch an versteckten Zucker z.B. in Ketchup, Getränken oder Brotaufstrichen zu denken. Hätten Sie gewusst, dass so viel Zucker in einigen Lebensmitteln unseres Zahnquizes steckt?

Zuckerquiz: Wie viel Zucker steckt in welchen Lebensmitteln?

  • Erster großer Backenzahn (auch „Sechser“ genannt) links und rechts ab 6. Lebensjahr
  • Mittlere Schneidezähne ab 7. Lebensjahr
  • Seitliche Schneidezähne ab 8. Lebensjahr
  • Erster kleiner Backenzahn (links und rechts) ab 9. Lebensjahr
  • Eckzähne ab 11. Lebensjahr
  • Zweiter großer Backenzahn (links und rechts) ab 12. Lebensjahr
  • Dritter großer Backenzahn als Weisheitszahn ab 17. Lebensjahr
  • möglichst kurzer Bürstenkopf, um die hinteren Backenzähne gut erreichen zu können
  • Bürstenkopf sollte viele und unterschiedlich hohe Borsten haben, damit alle Zahnzwischenräume erreicht werden
  • Bürstenkopf sollte weiche bis mittlere Borsten haben, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird
  • Bürste mit rutschfestem Griff zur besseren Handhabbarkeit

Gesund essen in der Schule

Mit dem Schulbeginn essen Ihre Kinder selbstverantwortlicher und meist ohne Aufsicht. Nach dem Mittagessen besteht nur selten die Möglichkeit, sich die Zähne zu putzen. Deshalb ist es wichtig, Ihnen gesunde Lebensmittel mit in die Schule zu geben.

Wasser und Tees sind eine gesunde Alternative zu Säften oder Wasser mit „Geschmack“. Obst ist eine gute Wahl, da es Essen und Trinken im Prinzip vereint. Noch gesünder für die Zähne ist Gemüse, da es weder Fruchtzucker noch Fruchtsäure enthält, welche die Zahnschmelzoberflächen aufweichen. Dadurch werden Mineralien, die gerade die Zahnoberfläche hart machen, gelöst und weggespült. Mit dem Speichel werden wieder Mineralien an die Lochstellen herangeführt. Nach dem Verzehr von Obst, Säften oder anderen Süßspeisen dauert es etwa 30 Minuten, bis der Speichel die Lochstellen mit Mineralien gefüllt und somit das saure Klima im Mund neutralisiert hat. Erst danach sollten die Zähne geputzt werden, da jetzt keine Hartsubstanzen abgebürstet werden können.

Und was ist mit Naschen?

Naschen gehört zu einem rundum glücklichen Kinderleben dazu. Allerdings sollte einmal richtig genascht werden und nicht in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Sonst sind die Zähne über mehrere Stunden ohne Pause dem Zucker und somit der daraus entstehenden Säure ausgesetzt. Diese weicht bekanntermaßen den Zahnschmelz auf. Nach dem Genuss 30 Minuten warten und noch einmal abschließend Zähne putzen. Guten Appetit!

Der erste Zahnarztbesuch

Der allererste Besuch unserer Praxis sollte nicht ein Kontrolltermin des Kindes sein. Optimal wäre es, wenn Sie Ihr Kind vorher zu Ihrem eigenen Kontrolltermin mitbringen. So kann es sich an unsere Praxisräume und unser Team gewöhnen und gegebenenfalls schon einmal auf dem Behandlungsstuhl hoch und runter fahren oder Wasser aus dem Becher saugen. Vor dem ersten Zahnarztbesuch empfiehlt es sich, das Kind spielerisch auf den Besuch einzustimmen. Schauen Sie sich Bilderbücher zu diesem Thema an, lassen Sie sich von Ihrem Kind in den Mund schauen und erzählen Sie vom Ablauf eines Besuches in unserer Praxis. Zum Kontrolltermin Ihres Kindes bringen Sie bitte etwas Zeit mit. Kommen Sie lieber etwas früher als der eigentliche Termin. So hat Ihr Kind genügend Zeit, in unserer Praxis „anzukommen“. Beim ersten Termin untersuchen wir in der Regel die Zahnentwicklung und Mundgesundheit Ihres Kindes.

Ein Zahnarztbesuch soll nicht mit Angst verbunden werden. Vermeiden Sie deshalb bitte Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ oder „das wird schon nicht weh tun“. Damit werden erst recht Ängste geweckt. Auch sollten Sie darauf verzichten eine Belohnung in Aussicht zu stellen. Das erhöht nur den Druck auf eine erfolgreiche Behandlung. Falls Ihr Kind sich weigert den Mund aufzumachen reden Sie Ihm bitte ruhig zu.
Bitte überlassen Sie im Sprechzimmer uns die Kommunikation mit Ihrem Kind. Es sei denn, es spricht Sie direkt an. Unsere Gespräche über eventuelle Ängste Ihres Kindes sollten nicht vor dem Kind stattfinden.
Unterstützt in der Betreuung Ihres Kindes werden wir von August. Seit April 2016 bereichert August unser Team und ist vor allem für die Betreuung unserer kleinen Patienten zuständig. Sein Lieblingsplatz ist der Behandlungsstuhl, auf welchem er bei jeder Untersuchung schon ungeduldig wartet. Mit ihm erkundet Ihr Kind gemeinsam das Behandlungszimmer. Und er liebt es, von Ihren Kindern untersucht zu werden.

Gestatten, August!